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Kinder mit Behinderung

Sie haben ein Kind mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung und suchen Infos, Beratung und Unterstützung? Hier finden Sie wichtige Themen und häufige Fragen. Wenn Sie auf die Links klicken, gelangen Sie zu Websites mit verlässlichen Informationen.

Zentrale Info-Plattform für Eltern

  • Kind mit Behinderung: Wo finde ich Beratung und Anlaufstellen?
  • Mein Kind hat eine Behinderung: Wo finde ich Hilfe bei Überforderung?
  • Wo finden Eltern von einem  Kind mit Behinderung Entlastung?
Mädchen mit Behinderung auf einer Schaukel.

Eltern haben 1.000 Fragen. Eltern von Kindern mit Behinderung oft noch einige mehr. Zahlreiche Anlaufstellen, online und vor Ort, stehen Eltern mit Rat und Tat zur Seite. (Fotos: Shutterstock)

Die Website INTAKT steht für „Information“ und „Kontakt“. Sie informiert Eltern von Kindern mit Behinderung umfassend zu Beratungsangeboten und Anlaufstellen. Auf INTAKT.info finden Sie fachliche und rechtliche Hilfe sowie praktische Unterstützung (auf Wunsch auch anonym) durch andere betroffene Eltern. Unter anderem bietet die Website eine Datenbank mit 5.000 Anlaufstellen bayernweit (Ärztinnen und Ärzte, Selbsthilfegruppen, Wohnheime, Angebote der Behindertenseelsorge u. v. m.). Im INTAKT-Forum können Sie sich über Alltags-, Erziehungs- und Rechtsfragen austauschen – z. B. zur Pflege- und Krankenversicherung oder zu Leistungen zur Teilhabe. Außerdem gibt‘s Regionalforen für jeden bayerischen Bezirk, u. a. mit Veranstaltungsinfos und regionalen Kontaktbörsen. Betrieben wird INTAKT vom Familienbund der Katholiken (FDK) in der Diözese Würzburg e. V.

Frühgeborene Kinder: Entwicklungsverzögerung und Nachsorge

  • Mein Kind kam zu früh zur Welt. Drohen Entwicklungsstörungen?
  • Entwickeln sich Frühchen langsamer?
  • Sorge um Frühchen: Wo finde ich Beratung?
  • Mein Kind ist ein Frühchen: Wie kann ich es fördern?
  • Wo finde ich Angebote zur Nachsorge für frühgeborene Kinder?

Frühgeborene Kinder: Entwicklungsverzögerung und Nachsorge

Nahaufnahme: Gesicht eines Frühchens.

Während der Zeit in der Klinik finden die Eltern von Frühchen immer Rat und Unterstützung. Doch wie geht es zu Hause weiter? Im Harl.e.kin-Nachsorgeprogramm werden betroffene Familien betreut und begleitet.

Eine zu frühe Geburt ist nach wie vor ein Risiko für die kindliche Entwicklung – und entsprechend belastend für die Eltern. Unterstützung bieten Programme wie Harl.e.kin. Die Harl.e.kin-Nachsorge bietet betroffenen Familien eine ganzheitliche, professionelle Betreuung – besonders für den Übergang von der Klinik nach Hause. Dabei können sich die Eltern schrittweise von der Klinik „abnabeln“ und Sicherheit gewinnen. Auf mögliche Entwicklungsrisiken kann frühzeitig reagiert werden. Die Harl.e.kin-Nachsorge ist für die Familien kostenlos.

Frühförderung für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt

  • Was ist Frühförderung?
  • Mein Kind hat eine Behinderung: Wo finde ich Beratung?
  • Gibt es Therapiemöglichkeiten für Kinder mit Behinderung?
  • Frühförderung: Brauche ich ein Attest?

Die rund 200 Frühförderstellen in Bayern sind die Anlaufstellen für Familien mit behinderten und chronisch kranken Kindern von der Geburt bis zum Schuleintritt. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Diagnose und Therapie; außerdem beraten sie die betroffenen Familien. Die Beratung und Frühförderung ist für die Eltern kostenfrei – ein Attest des Arztes oder der Ärztin genügt. Bei Bedarf kommen die Fachkräfte auch zur Familie nach Hause.

Ergänzt wird das Angebot durch 19 Sozialpädiatrische Zentren (SPZ). Sie stehen unter ärztlicher Leitung und sind für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zuständig. Zum Behandlungsspektrum gehören Krankheiten, die Entwicklungsstörungen, Behinderungen sowie Verhaltens- oder seelische Störungen hervorrufen. Neben der Untersuchung und Behandlung sind die Beratung und Anleitung der Angehörigen von großer Bedeutung.

Inklusive Betreuung von Kindern mit Behinderung

  • Wer bietet Infos zur inklusiven Betreuung?
  • Wo finde ich eine inklusive Kita?
  • Gibt es inklusive Krippen in Bayern?
  • Was ist ein inklusiver Kindergarten?
  • Wie finde ich eine Tagesmutter bzw. einen Tagesvater für mein Kind mit Behinderung?

In den bayerischen Kitas sollen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut und gefördert werden (Inklusive Kindertageseinrichtungen). Das Ziel: Kinder mit (drohender) Behinderung sollen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Gerade für Kinder mit Behinderung ist eine individuelle und wohnortnahe Betreuung wichtig. Der Freistaat Bayern fördert den Ausbau der inklusiven Tagespflege finanziell. Bei den bayerischen Jugendämtern und den Gemeinden erfahren Sie, welche Einrichtungen bzw. welche Tagespflegepersonen Kinder mit Behinderung aufnehmen.

Lesetipp

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) unterstützt Familien und Fachkräfte mit Infos, z. B. zum Thema „Inklusion – Pädagogik der Vielfalt“. Im Bestellportal des Bayerischen Familienministeriums gibt es die Broschüre „Lust und Mut zur Inklusion in Kindertageseinrichtungen“ (PDF) als Download.

ÜBRIGENS

Seit 2007 ist die Zahl der Kinder mit (drohender) Behinderung in Kitas oder in Kindertagespflege um mehr als 170 Prozent gestiegen. Derzeit werden in Bayern mehr als 11.000 Kinder mit (drohender) Behinderung inklusiv betreut.

Pflege von Kindern mit Behinderung

Familien von Kindern mit Behinderung oder chronischer Krankheit finden Unterstützung bei den Diensten der Offenen Behindertenarbeit. Sie bieten allgemeine Beratung (u. a. zur Finanzierung der Betreuung und Pflege und zu Einrichtungen der Behindertenhilfe) und Unterstützung in Krisen, vermitteln weitergehende Hilfen und übernehmen auch die – stundenweise – Betreuung und Freizeitgestaltung.

Kinder mit Behinderung: Selbsthilfegruppen für Eltern

  • Mein Kind hat eine Behinderung: Wo finde ich Austausch mit anderen Eltern?
  • Gibt es Selbsthilfegruppen für Eltern von Kindern mit Behinderung?

Selbsthilfegruppen und -verbände bieten Beratung, Information und Austausch auch für Familien mit Kindern mit Behinderung. Um die bayernweite Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit kümmern sich u. a. die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE und die Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo). Sie fördern auch den Austausch mit Fachverbänden im Gesundheitsbereich (z. B. Apothekerinnen und Apotheker, Hausärztinnen und Hausärzte), der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen.

  • Auf der Website der LAG SELBSTHILFE finden Sie die Adressen von Selbsthilfegruppen in Bayern. Geben Sie in der Suchmaske einfach das Stichwort „Kinder“ ein.
  • Speziell um die Interessen von Frauen und Mädchen mit Behinderung kümmern sich die Netzwerkfrauen Bayern. Sie sind der LAG SELBSTHILFE angegliedert.
  • Die Selbsthilfe Koordination Bayern vernetzt und unterstützt die Selbsthilfe. Auch wenn Sie eine Selbsthilfegruppe gründen möchten, finden Sie dort Infos und Beratung. Selbsthilfe: zur SeKo Bayern.
  • Die Bayerische Staatsregierung fördert Selbsthilfegruppen für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit. Beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) finden Sie Infos und Antragsformulare. Förderung der Selbsthilfe: zum ZBFS.
  • Auf der Website des Bayerischen Familienministeriums finden Sie Hintergrundinfos zur Selbsthilfe.

Freizeit und Erholung für Familien

  • Ich möchte Urlaub mit meinem Kind mit Behinderung machen. Welche Möglichkeiten gibt es?
  • Welche Freizeitangebote gibt es für Kinder/Angehörige mit Behinderung?
  • Gibt es Zuschüsse für den Familienurlaub? Wird mein Kind mit Behinderung besonders berücksichtigt?

Urlaub mit der ganzen Familie in familienfreundlichen Unterkünften zu erschwinglichen Preisen anzubieten ist das Anliegen der gemeinnützigen Familienferienstätten. Viele Häuser sind barrierearm ausgebaut, sodass sowohl die Wohn- als auch die öffentlichen Bereiche z. B. über Aufzug und Rampen gut zu erreichen sind.  Einige neuere oder modernisierte Häuser sind komplett barrierefrei.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter https://www.bag-familienerholung.de/familienerholung-von-a-bis-z/

Die Familienferienstätte Langau richtet sich beispielsweise auch speziell an Menschen mit Behinderung. Familien können so gemeinsam ihren Urlaub verbringen, ohne auf individuelle Freiräume verzichten zu müssen. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen tagsüber die Pflege und Begleitung der Familienmitglieder mit Behinderung. Sie gestalten ein Programm, das ganz auf die Interessen und Bedürfnisse ihrer Gäste zuschnitten ist. Eltern, Geschwister, Ehepartner oder andere Angehörige können sich ihren eigenen Wünschen widmen. Zudem gibt es vor Ort maßgeschneiderte Angebote, Austausch und Seminare – z. B. für Väter und für Geschwister von Kindern mit Behinderung oder chronischer Erkrankung.