Hauptinhalt

Kinderbetreuung

Sie suchen Infos rund um Kinderbetreuung? Hier finden Sie Links zu Info-Filmen und Antworten auf häufige Fragen (FAQ) von Eltern. Darunter haben wir weitere wichtige Themen zusammengestellt. Wenn Sie auf die Links klicken, gelangen Sie zu Websites mit verlässlichen Informationen.

Alles über Kitas: Filme in fünf Sprachen

  • Was sind Kitas genau?
  • Wie werden Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort betreut und gefördert?

Hier finden Sie acht Filme in fünf Sprachen über die Welt der Kitas (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi): zum Videokanal „Kindertagesbetreuung in Deutschland“

Ihre Fragen (FAQ) zur Kita und Tagespflege

Kindertageseinrichtungen, kurz: Kitas, sind Bildungseinrichtungen jenseits der Schule. Kitas bieten Bildung, Erziehung und Betreuung an. Je nach Art der Einrichtung – Krippe, Kindergarten oder Hort – werden Kinder unterschiedlicher Altersgruppen betreut.

Diese Frage müssen Eltern mit kleinen Kindern unter drei Jahren individuell beantworten. Eltern haben selbst unterschiedliche Vorstellungen. Und jedes Kind ist anders: Manche Kinder reagieren sensibel auf größere Gruppen und manche Kinder brauchen schon als Zweijährige viele Anreize. Auf der Website „Eltern im Netz“ können Sie die „Krippenleitlinien – Eine Entscheidungshilfe für Eltern“ (PDF) herunterladen. Die Leitlinien geben Ihnen Anhaltspunkte dafür, ob Ihr Kind schon reif für die Krippe ist – und worauf Sie bei der Auswahl einer Kinderkrippe achten sollten.

Eltern können wählen zwischen …

  • Kindertagespflege: Tagesmütter/-väter (für Kinder von null bis 14 Jahren)
  • Kinderkrippe (für Kinder von null bis drei Jahren)
  • Kindergarten (v. a. für Kinder von drei bis sechs Jahren)
  • Hort (für Schulkinder von sechs bis 14 Jahren)
  • Häuser für Kinder (Kinder von null bis 14 Jahren)

Unter „Kindertagespflege“ versteht man die Betreuung von maximal fünf gleichzeitig anwesenden Kindern durch eine Tagesmutter bzw. einen Tagesvater. Kindertagespflege ist neben Kindertageseinrichtungen (z. B. Kinderkrippe, Kindergarten) eine gesetzlich anerkannte und staatlich geförderte Betreuungsform für Kinder im Alter zwischen null und 14 Jahren. In der Regel findet Kindertagespflege bei der Tagespflegeperson zu Hause oder in anderen geeigneten Räumen statt.

  • Welche Formen der Kindertagespflege gibt es?
  • Was bedeutet Großtagespflege?

Hier finden Sie ausführliche Infos rund um die Themen Kindertagespflege und Großtagespflege.

Die Jugendämter erheben einen monatlichen Kostenbeitrag für die Betreuung. Er ist in der Regel nach der individuellen Buchungszeit gestaffelt. Bitte wenden Sie sich daher an das zuständige Jugendamt. Bei geringem Einkommen kann das Jugendamt auf Antrag diesen Kostenbeitrag auch ganz oder teilweise übernehmen.

Tagespflegepersonen sind für die Betreuung der Kinder gut vorbereitet. Sie haben sich in speziellen Qualifizierungskursen notwendiges Wissen angeeignet. Tagespflegepersonen werden vom Jugendamt eingehend geprüft. Nur mit einer sogenannten „Pflegeerlaubnis“ dürfen sie als Tagespflegeperson arbeiten.

Der Träger unterhält die Kindertageseinrichtung und stellt das Personal sowie die Sachmittel für den Betrieb zur Verfügung. Hierfür erhält der Träger Zuschüsse der öffentlichen Hand. Es gibt unterschiedliche Träger:

  • Kommunale Träger sind Gemeinden, Gemeindeverbände, Verwaltungsgemeinschaften und kommunale Zweckverbände.
  • Freigemeinnützige Träger sind z. B. die Mitglieder der Caritas, der Diakonie, der Arbeiterwohlfahrt, des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, des Bayerischen Roten Kreuzes sowie die einzelnen katholischen Kirchenstiftungen, aber auch eigenständige eingetragene Vereine, die als gemeinnützig anerkannt sind.
  • Sonstige Träger sind v. a. betriebliche, gewerbliche und private Träger, also auch Privatpersonen und Elterninitiativen.

Wer eine Betriebserlaubnis für eine Kita erhalten möchte, muss seine pädagogische Konzeption vorlegen. So soll die Qualität der Kitas von Anfang an gesichert werden. Bei staatlich geförderten Kitas ist die Grundlage der Konzeption der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP).

Die Konzeption wird von der Einrichtungsleitung und dem Team erarbeitet. Sie enthält

  • wichtige Infos zu den pädagogischen Schwerpunkten und Zielen der Kita,
  • Angaben z. B. zu den Räumlichkeiten, dem Außengelände und dem Personal.

Die Konzeption muss regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht werden.

Es gibt verschiedene Konzepte, nach denen Kitas arbeiten können. Zu den bekanntesten gehören die Ansätze von Montessori, Waldorf oder Reggio. Besondere pädagogische Konzepte verfolgen auch Waldkindergärten und zweisprachige (bilinguale) Kitas.

Die Wahl der Einrichtung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien (z. B. Größe der Einrichtung, Öffnungszeiten, pädagogische Konzeption).

Welche Kita die beste für Ihr Kind ist, hängt von Ihrem Kind ab – und von Ihren Bedürfnissen als Eltern und Familie. Wichtig sind sicher die Lage (kurze Wege von zu Hause bzw. Ihrem Arbeitsplatz) und die Öffnungszeiten. Auch der pädagogische Schwerpunkt der Kita muss zu Ihren Vorstellungen passen.

Hinweis: Kitas bieten meist jährlich einen Tag der offenen Tür oder andere Schnupperangebote an. Dann können Sie das Haus und das Personal persönlich kennenlernen, einen Blick in die Konzeption werfen, Fragen stellen und Kontakte zum Elternbeirat knüpfen. Weitere Anhaltspunkte zur Kita-Auswahl finden Sie in den „Krippenleitlinien – Eine Entscheidungshilfe für Eltern“ (PDF).

Mit dem Eintritt in die Kita beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt mit vielen Anforderungen. Das Kind muss sich an die neue Umgebung gewöhnen und Vertrauen in die Bezugsperson in der Kita aufbauen. Dieser Prozess der Eingewöhnung fordert Zeit, Geduld und einen regelmäßigen Austausch zwischen Eltern und Fachkräften. Unsere Lese-Tipps:

Kinder haben ab dem ersten Geburtstag bis zum Schuleintritt einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Kita oder in Kindertagespflege. Das bedeutet: Ihr Kind hat Anspruch auf einen Kita-Platz – aber nicht in einer bestimmten Einrichtung. Jede nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) geförderte Einrichtung bzw. Kindertagespflege erfüllt die qualitativen Ansprüche an die frühkindliche Förderung im Sinne des Rechtsanspruchs.

Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind wünschen, sollten sich rechtzeitig über die jeweiligen Anmeldefristen informieren:

  • Wenn Sie einen Betreuungsplatz in einer Kita suchen: bei Ihrer Gemeinde.
  • Wenn Sie Ihr Kind von einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater betreuen lassen wollen: bei Ihrem Jugendamt.

Die Kindertagesbetreuung ist eine kommunale Aufgabe. Die Kommunen müssen für ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot sorgen. „Bedarfsgerecht“ heißt vor allem, dass die erforderlichen Plätze verfügbar sind – für alle Altersgruppen. Darüber hinaus geht es um eine möglichst wohnortnahe Erreichbarkeit, um unterschiedliche pädagogische Ansätze und passende Öffnungszeiten. Kinder mit Behinderung und solche, die von einer Behinderung bedroht sind, sollen in einer Kindertageseinrichtung gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert werden, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Der Freistaat Bayern hat mit dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) und den darin geregelten Bildungszielen die Grundlage für die pädagogische Arbeit in den bayerischen Kindertageseinrichtungen gelegt. Außerdem sind die Voraussetzungen für die staatliche und kommunale Förderung festgeschrieben.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Kommunen erheblich bei der Finanzierung der Kindertagesbetreuung, vor allem beim laufenden Betrieb, aber auch bei der Schaffung neuer Betreuungsplätze.

Erste Anlaufstelle für Eltern zu Fragen zur Kinderbetreuung sind die Wohnsitzgemeinde und das örtliche Jugendamt der kreisfreien Stadt bzw. des Landkreises. Dort erfahren Sie v. a.,

  • welche Kinderbetreuungsangebote es vor Ort gibt,
  • welche Rahmenbedingungen diese haben (z. B. Öffnungszeiten),
  • wie hoch die Elternbeiträge sind,
  • welche Anmeldefristen Sie beachten müssen.

Die Träger entscheiden, ob bzw. in welcher Höhe Elternbeiträge erhoben werden. Elternbeiträge müssen entsprechend der Buchungszeiten gestaffelt sein – d. h., ein Ganztagesplatz kostet mehr als ein Halbtagesplatz.

Im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung entlastet der Freistaat die Familien und leistet einen Beitragszuschuss. Wenn der Elternbeitrag der Familie nicht zuzumuten ist, kann das Jugendamt einspringen. Dafür müssen Sie einen Antrag bei Ihrem örtlichen Jugendamt stellen. Hier finden Sie die Adressen aller Jugendämter in Bayern.

Deutsch ist grundsätzlich die gemeinsame Sprache in bayerischen Kindertageseinrichtungen. In zweisprachigen Kindertageseinrichtungen wird zusätzlich eine andere Sprache (auf muttersprachlichem Niveau) gesprochen. Das pädagogische Personal mit nichtdeutscher Herkunftssprache muss immer ausreichend gut Deutsch sprechen.

In Kitas gibt es keinen Sprachunterricht. Die Sprachförderung findet im Kita-Alltag statt, eingebettet in den Tagesablauf. Bei allen Aktivitäten suchen die Erzieherinnen und Erzieher das Gespräch mit den Kindern.

Nein, eine Testung findet nicht statt. In der Kita wird der Lern- und Entwicklungsverlauf Ihres Kindes regelmäßig beobachtet und dokumentiert. Das ist wichtig, damit die Fachkräfte auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen können. Sie begleiten Ihr Kind bestmöglich in seinem Lernen und seiner Entwicklung. Dabei stehen vor allem die Stärken Ihres Kindes im Vordergrund und Fragen wie: Was macht Ihrem Kind besondere Freude? Wofür interessiert es sich? Was kann das Kind besonders gut und mit wem spielt es gerne?

Die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation soll auch zeigen, ob in bestimmten Bereichen in der Entwicklung Ihres Kindes eine gezielte Begleitung sinnvoll ist. Die Ergebnisse der Dokumentation werden mit Ihnen als Eltern ausführlich besprochen. Sie unterliegen dem Datenschutz und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Die Beobachtung und Dokumentation kann auf vielerlei Weise geschehen: Von der Beobachtung des kindlichen Spiels über das Sammeln seiner Bilder, Basteleien, Fotos (Portfolios) bis hin zum gezielten Beobachten und Aufschreiben von konkreten „Lerngeschichten“ und der strukturierten Dokumentation bestimmter Entwicklungsbereiche. Im Bereich Sprache werden in Bayern z. B. die Bögen „SISMIK“ und „SELDAK“ eingesetzt.

Grundlage der Kita-Arbeit ist die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Eltern werden als gleichberechtigte Erziehungspartner wahrgenommen. Eltern können sich im Elternbeirat der Kita engagieren. Der Elternbeirat soll die Zusammenarbeit von Eltern, pädagogischem Personal und dem Träger der Einrichtung fördern. Er vertritt die gesamte Elternschaft der Einrichtung und wird vor wichtigen Entscheidungen der Kita und des Trägers angehört und informiert. In jeder staatlich geförderten Einrichtung ist ein Elternbeirat einzurichten. Die Eltern sind damit ein wichtiger Partner für die Arbeit in den Kitas.

Kinder mit Behinderung und solche, die von einer Behinderung bedroht sind, sollen in einer Kindertageseinrichtung gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert werden, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Hier finden Sie weitere Infos zur Inklusion:

Das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) ist die rechtliche Grundlage für die Kindertagesbetreuung in Bayern. Das BayKiBiG betrifft ausschließlich Kitas und Kindertagespflege, die Bildung, Erziehung und Betreuung anbieten. Das BayKiBiG ist zugleich ein Fördergesetz. Es regelt v. a. die Finanzierung der Betriebskosten von Kitas.

Wie kann eine Kita die Bildungs- und Erziehungsziele des BayKiBiG bestmöglich umsetzen? Orientierung bietet der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP). Der BayBEP ist verbindlich für die pädagogische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen. Seine Umsetzung ist Voraussetzung für die staatliche Förderung von Kitas in Bayern.

TIPPS FÜR ELTERN

Infos rund ums Impfen und Gesundheitsthemen in der Kindertagesbetreuung:

Infos für Fachkräfte

Hier finden Sie rechtliche Grundlagen sowie Infos zu Bildungs- und Erziehungszielen in Bayern.

BayKiBiG und AVBayKiBiG

Kindertageseinrichtungen werden in Bayern nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz gefördert.

In der Kinderbildungsverordnung (AVBayKiBiG) sind u. a. die Bildungs- und Erziehungsziele für staatlich geförderte Kindertageseinrichtungen festgelegt.

Wissenswertes über die neue Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (AVBayKiBiG).

Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)

Ausführliche Infos über Ziele, Entwicklungen und Anregungen: Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) sichert die Qualität pädagogischer Arbeit in Kindertageseinrichtungen.

Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan enthält die Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit, kurz: die Bayerischen Bildungsleitlinien (BayBL). Um die Ziele des Bildungs- und Erziehungsplans zu sichern, fördert der Freistaat Bayern die Fortbildung des pädagogischen Personals in Kitas. Hier finden Sie Infos zu Regelfortbildung, zu aktuellen Fortbildungsmaßnahmen und Fortbildungsreihen.

LESE-TIPP

Beobachtungsbögen

Pädagogische Kräfte in Kindertageseinrichtungen dokumentieren den Entwicklungsverlauf der Kinder in sogenannten Beobachtungsbögen.

  • Was steht in einem Beobachtungsbogen?
  • Welche unterschiedlichen Bögen gibt es?
  • Was bedeuten SISMIK, SELDAK und PERIK?
  • Wo bekomme ich Beobachtungsbögen?
  • Beobachtungsbogen – gibt es eine Vorlage?

Hier finden Sie Infos zu Beobachtung und Dokumentation.

Auch das Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp) bietet Infos zu den Beobachtungsbögen in Kindertageseinrichtungen.

Ihre Anlaufstellen

Infoportale im Netz